Die Einheitsfeier zum Tag der deutschen Einheit findet 2012 in München statt. Nachdem 2011 in
Nordrhein-Westfalen in Bonn die Feierlichkeiten ausgerichtet wurden, ist der Nachfolger im Jahr
2012 das Bundesland Bayern. Bereits im Vorfeld wurde diskutiert in welcher Stadt die Einheitsfeier
stattfinden sollte. Die Hofer hätten die Feier gerne in ihrer Stadt Hof ausgerichtet, mussten
sich aber gegenüber München geschlagen geben. Da sich bereits alle anderen Bundesländer für ihre
jeweilige Landeshauptstadt entschieden haben, wollte auch Ministerpräsident Horst Seehofer nicht
ausweichen und entschied endgültig die Einheitsfeier 2012 in München auszurichten. Geschichtlich
gesehen kommt der Stadt Hof eine entscheidende Rolle für die Wiedervereinigung zu, Hof ist zu
Zeiten des Mauerfalls und der Wiedervereinigung eine wesentliche Bedeutung zugekommen. Die Stadt
bedauerte die Ablehnung sehr, konnte sich aber dennoch nicht durchsetzen.
Nationalfeiertag Tag der deutschen Einheit
In Deutschland wird der Tag der deutschen Einheit als Nationalfeiertag gefeiert. 2004 entstand
Unmut, als der damalige Kanzler Schröder vorschlug den Tag der deutschen Einheit jedes auf den
ersten Sonntag im Oktober zu verlegen, um das Wirtschaftswachstum durch die Streichung eines
Feiertages anzukurbeln. Bis heute ist der Tag deutschen Einheit Nationalfeiertag geblieben und
fällt im Jahr 2012 auf einen Mittwoch. Das dürfte zahlreiche Arbeitnehmer freuen, die sich schon
zu Anfang des Jahres die Brückentage als Ferientage sichern werden. Gefeiert wird nicht nur in
München, die Stadt richtet 2012 die Einheitsfeier aus, in ganz Deutschland finden Feste zum Tag
der deutschen Einheit statt. Sehr beliebt sind die Feierlichkeiten, die jedes Jahr zum Jahrestag
am Brandenburger Tor ausgerichtet werden und tausende Besucher anziehen.
Unterschiede zwischen Ost und West
Im Zuge der Wiedervereinigung wurden immer wieder Ostdeutsche und Westdeutsche gefragt, wie sich
die Unterschiede im Laufe der Zeit entwickelt haben und vor allem wie sie die Unterschiede empfinden.
Aufgrund der gleichen Nationalität und der ursprünglich gemeinsamen Geschichte könnte man eigentlich
davon ausgehen, dass die mentale Wiedervereinigung in 23 Jahren erledigt wäre. Doch die Unterschiede
zwischen Ost und West sind immer noch ein Thema. Eine Studie ergab, dass nur jeder zehnte
Ostdeutsche Gemeinsamkeiten zu Westdeutschen wahrnimmt. Die Studie wurde kurz nach der Wiedervereinigung
durchgeführt. Im Laufe der Jahre änderten sich die Wahrnehmungen aber und die Unterschiede zwischen
Ost- und Westdeutschland wurden weniger. Heute sieht die Mehrheit der Deutschen es als unsinnig an,
dass mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung immer noch versucht wird Unterschiede herauszustellen.
Die subjektive Wahrnehmung der Menschen tendiert immer stärker zu einem gemeinsamen Deutschland,
dessen Unterschiede nicht mehr zwischen Ost und West liegen, sondern vielmehr zwischen den einzelnen
Regionen und deren eigenen Traditionen. Allerdings überwiegt in diesem Punkt die mehrheitliche Meinung
der Westdeutschen, denn in Ostdeutschland finden immer noch rund 50%, dass die Probleme zwischen Ost
und West "unter den Tisch gekehrt" werden.